Aktuelle Informationen zu Ihrem Trinkwasser

Entsprechend den Bestimmungen der Trinkwasserverordnung, BGBl. Nr. 304/2001, werden den Konsumenten, die ihr Trinkwasser aus der Wasserversorgungsanlage des Wasserversorgungsverbandes Faaker-See-Gebiet beziehen, die wesentlichen Parameter zur Kenntnis gebracht. Unser Wasser wird in regelmäßigen Abständen nach den Kriterien der Trinkwasserverordnung auf zahlreiche Parameter untersucht. Die Untersuchungen erfolgen von der Lebensmitteluntersuchungsanstalt Kärnten. Die Parameter sind nicht konstant und verändern sich je nach Wasserdargebot geringfügig. Die für Konsumenten bedeutsamen sind hier zusammengefasst und erläutert:

 

                       Tabelle der wichtigsten Wasserinhaltsstoffe
Standarduntersuchung
Quellwasser
Grundwasser
Untersuchte Parameter
Wert
Wert
Einheit
normal
erlaubt
Leitfähigkeit
324
598
µS/cm
2500
pH-Wert
8,14
7,79
6,5 – 9,5
Gesamthärte
9,82
18,5
°dH
Karbonathärte
9,25
16,7
°dH
Sättigungsindex
0,57
0,72
TOC (organischer Kohlenstoff)
<0,6
0,5
mg/l
bis 5,0
Ammonium
<0,1
<0,1
mg/l
0 – 0,5
Calcium
46,1
85,6
mg/l
bis 400
Clorid
<2
8
mg/l
bis 200
Eisen(gesamt)
<30
<30
µg/l

bis 200

Kalium
<1
<1
mg/l
bis   50
Magnesium
14,7
28,6
mg/l
bis 150
Mangan
<10
<10
µg/l
bis   50
Natrium
<1
3,3
mg/l
bis 200
Nitrat
<2
10
mg/l
bis   25
50
Nitrit
<0,05
<0,05
mg/l
0,1
Sulfat
5
15
mg/l
bis 250
Färbung
<0,1
<0,1
m-1
Erläuterungen:
nicht nachweisbar
n.n.
nicht bestimmbar
n.b.
nicht zählbar
n.z.
Befund vom 21.05.2015 Protokollnr. W1407/2015, LUA Klagenfurt
Befund vom 21.05.2015 Protokollnr. W1403/2015, LUA Klagenfurt
Pestizide:

Im untersuchten Umfang (63 Parameter lt. Prüfbericht Nr. 7309473-01 Dr. Kaiser & Dr. Woldmann GmbH) wurde keine Verunreinigung des Trinkwassers durch Pestizide festgestellt.

 

Versorgungsbereich in der Stadtgemeinde Villach:

Der Versorgungsbereich umfasst die Ortschaften: Egg am See, Drobollach, Teilbereich von Bogenfeld, Türkei, Greuth, Mittewald, Prossowitsch, Kleinsattel, Maria Gail, Dobrova, Turdanitsch, Tschinowitsch, Serai, Kratschach, Großsattel, St. Niklas und Graschitz. Im Versorgungsbereich der Stadt Villach treffen nur die Analyseergebnisse aus Spalte 1(blau) zu. In den verbrauchsreichen Monaten (Juni bis August) erfolgt zur Abdeckung des Spitzenwasserbedarfes zusätzlich ein Wasserbezug vom Wasserwerk Villach und wird in das Netz des Wasserversorgungsverbandes Faaker-See-Gebiet eingespeist. Dies ist seit dem Bau des HB Mallenitzen im Jahr 2004 nur noch selten der Fall. Vorwiegend wird Quellwasser in das Netz eingespeist. Grundwasser wird nur in Notsituationen stundenweise verwendet.

Wasserbefund Villach 2016 als doc-download

 

Versorgungsbereich in der Marktgemeinde Velden am WS.:

Der Versorgungsbereich umfasst die Ortschaften: Lind, Bach, Lamp, Rajach, Weinzierl, Sternberg Fahrendorf, Sonnental, Duel bei Velden und einem Teilbereich der Villacher-Straße.Im Versorgungsbereich der Marktgemeinde Velden am WS. treffen die Analyseergebnisse aus Spalte 1 (blau) und Spalte 2 (grün) zu. Dadurch kann es sein, dass die Gesamthärte bis zu den in Spalte 2 angegebenen Wert beträgt. Dies ist vorwiegend in den verbrauchsreichen Monaten (Juni bis August) der Fall. Zusätzlich erfolgt in den verbrauchsreichen Monaten von der Gruppenwasserversorgungsanlage Velden-Augsdorf-Schiefling (GRUVAS) eine Einspeisung in der Netz der WVA Faaker-See-Gebiet.

Wasserbefund Velden 2016 als doc-download

 

Versorgungsbereich in der Marktgemeinde Finkenstein am FS.:

Der Versorgungsbereich  umfasst die Ortschaften: Mallenitzen, Unterferlach, Ledenitzen, Oberferlach, Teilstück von Unteraichwald, Petschnitzen, Faak – Uferweg und Seeuferlandesstraße, ausgehend von Egg bis einschließlich Camping Arneitz. Im Versorgungsbereich der Marktgemeinde Finkenstein am Faaker-See trifft nur das Analyseergebnis aus der Spalte 1 (blau) zu. Die Parameterwerte vom Grundwasser treffen nicht zu.

Wasserbefund Finkenstein 2016 als doc-download

 

Versorgungsbereich in der Marktgemeinde Rosegg:

Der Versorgungsbereich umfasst die Ortschaften: Pirk, Teilbereiche Buchheim, Raun, St. Johann, Obergoritschach, Untergoritschach, Dolintschach, Berg, Kleinberg, Frög, Rosegg, Duel, St. Lamprecht, Emmersdorf, Bergl und Drau. Im Versorgungsbereich der Marktgemeinde Rosegg treffen die Analyseergebnisse aus Spalte 1 (blau) und Spalte 2 (grün) zu. Dadurch kann es sein, dass die Gesamthärte bis zu den in Spalte 2 angegebenen Wert beträgt. Dies ist nur noch selten der Fall.

Wasserbefund Rosegg 2016 als doc-download

 

Versorgungsbereich in der Marktgemeinde St. Jakob i. R.:

Der Versorgungsbereich umfasst die Ortschaften: Mühlbach, Srajach, Gorintschach, Winkl, Teilbereich von St. Peter und Tösching. Für die Ortschaften Winkl, südlicher Bereich von Gorintschach, Teilbereich von St. Peter und Tösching treffen nur die Analyseergebnisse aus Spalte 1 (blau) zu. Für die Ortschaften Mühlbach, Srajach und nördlicher Teil von Gorintschach treffen die Analysewerte aus Spalte 1 und 2 zu. Dadurch kann es sein, dass die Gesamthärte bis zu den in Spalte 2 (grün) angegebenen Wert beträgt. Dies ist nur noch selten der Fall.

Wasserbefund St. Jakob i. R. 2016 als doc-download

 

Was sind Parameterwerte?
Parameterwerte sind zulässige Höchstkonzentrationen, die nicht überschritten werden dürfen. Die Parameterwerte orientieren sich an aktuellen wissenschaftlichen und toxikologischen Kenntnissen. Sie sind besonders niedrig angesetzt, damit auch bei lebenslangem täglichen Genuss des Wassers keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen eintreten.
Was sind Indikatorparameterwerte?
Indikatorparameterwerte sind Richtwerte, die Gehalte an Inhaltsstoffen angeben, bei deren Überschreitung zu prüfen ist, ob bzw. welche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer einwandfreien Wasserbeschaffenheit erforderlich sind.

Was steckt hinter den Parameterbezeichnungen?

pH-Wert: Der pH-Wert ist das Maß für den Säuregrad von Wasser. Meist bewegt er sich bei Trinkwasser im neutralen bis schwach alkalischen Bereich pH (7,0 bis 8,5).

Gesamthärte: Die Gesamthärte wird vom Gehalt an Kalzium- und Magnesiumionen bestimmt. Die Härte wird in „deutschen Härtegraden (°dH) angegeben. Bei niedrigen Werten wird der Geschmack des Wassers als „fad“ empfunden. Höhere Wasserhärten haben einen gesundheitlichen Vorteil, führen aber zu höherem Seifen- und Waschmittelverbrauch und stärkeren Kalkablagerungen (Wasserkocher).

Härtestufen: Nach Waschmittelgesetz BGBl. 300/1984 gibt es 3 Härtestufen:

Stufe I    0 bis 10 °dH                Stufe II   10 bis 16 °dH             Stufe III    über 16 °dH

Kalzium und Magnesium: Kalzium- und Magnesiumionen sind die bedeutendsten Kationen im Trinkwasser. Sie sind die Ursache für die Wasserhärte. Diese Mineralstoffe sind wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen sowie für die Muskeltätigkeit.

Eisen und Mangan: Eisen und Mangan sollen im Trinkwasser nur in geringsten Spuren enthalten sein, da sonst Färbung, Trübung oder unangenehmer Geschmack auftreten. Da erhöhte Eisen- und Mangankonzentrationen keine gesundheitsschädigende Wirkung haben, wurden für diese Stoffe in der Trinkwasserversorgung nur Indikatorparameter festgelegt.

Chlorid: Gilt bei Auftreten höherer Werte als Zeichen einer Verunreinigung durch Abwässer oder durch Straßensalze – es sei denn, der in Frage kommende Grundwasserstrom weist geologisch bedingt erhöhte Werte auf.

Nitrat: Erhöhte Nitratwerte treten bei landwirtschaftlicher Intensivnutzung (Überdüngung) sowie bei Abwasserversickerungen auf. Trinkwasser mit einem Nitratgehalt bis zu 50 mg/l ist auch für die Ernährung von Säuglingen geeignet. Abkochen des Wassers hilft bei Nitrat nicht!

Sulfat: Verunreinigte Wässer haben meist auch einen erhöhten Sulfatgehalt, der durch Harn, Jauche und Deponieabflüsse bedingt ist. Höhere Sulfatgehalte können aber auch geologisch (z. B. Gipslagerstätten) bedingt sein.

Fluorid: In den meisten natürlichen Wässern ist Fluorid nur in geringen Konzentrationen enthalten.

Pestizide: Unter Pestiziden versteht man Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, die durch intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten ins Grundwasser gelangen können. Natürliche Wässer sind frei von Pestiziden.

Blei: In natürlichen Quell- und Grundwässern kommt Blei nicht vor. Beim Wasserversorgungsverband wird kein Installationsmaterial aus Blei verwendet.

Für weitere Anfragen bezüglich der Wasserinhaltstoffe stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 04254-2434-0 gerne zur Verfügung.