Daten

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„Die Stille der Berge, die sanften Ufer glasklarer Seen und ein vielfältiges Freizeitangebot“ – die Ferienregion Faaker See wird zu Recht als Quelle reinster Lebensfreude bezeichnet. Dieses Zitat aus einer touristischen Broschüre über den südlichsten Badesee Kärntens enthält zwar praktisch alle Ingredienzien für ein gelungenes Sommerurlaubsprogramm, bereitet allerdings dem Leiter des Wasserversorgungsverbandes, Johannes Griesser, Kopfzerbrechen. Was die Stärke dieses Urlaubsparadieses darstellt, nämlich ein weites Freizeitangebot im Grünen, in überschaubaren Strukturen und weit weg von Massenhektik, bedeutet für den Wasserversorgungsverband Faaker-See-Gebiet ein 151 km langes, weit verzweigtes Verteilnetz, eine verhältnismäßig geringe Kundendichte und vor allem ein krasses Ungleichgewicht bei der Verteilung. Griesser: „Der Fremdenverkehr, welcher für die gesamte Region ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor geworden ist, ist für die Infrastruktur – insbesondere für die Wasserversorgung – eine Belastung, da die Gesamtanlage für den Spitzenverbrauch ausgelegt sein muss und eben Vorhaltungskosten dafür anfallen“. Und weiter: „Im gesamten Gebiet sind während einer kurzen Dauer (6 bis 8 Wochen im Sommer) ungefähr doppelt so viele Konsumenten zu versorgen. Kaum einer kann sich vorstellen, was aus diesem Wirtschaftsfaktor wäre, wenn mehrere Stunden pro Tag die willkommenen Gäste auf dem Trockenen sitzen bleiben würden!“

Um die Hohe Qualität dieser unerlässlichen Wasserinfrastruktur weiterhin gewährleisten zu können ist daher Weitsicht gefragt. 1999 wurden einem Zivilingenieurbüro der Auftrag erteilt die potenziellen Schwachstellen der Verbandswasserversorgung zu orten. Es wurde ein mehrjähriger Investitionsplan erarbeitet, nach welchem in die Qualitätsverbesserung und in die Versorgungssicherheit investiert wird. Die Errichtung eines neuen Behälters – als Schwerpunktbehälter für einen Teil des Versorgungsbereiches – einer UV-Desinfektionsanlage, eines Trinkwasserkraftwerkes die Sanierungsarbeiten bei den Quellstuben, Pumpwerk und bei einer Pumpleitung wurde schon abgeschlossen. Langfristig gesehen ist ein Ausbauvolumen in der Höhe von ca. € 4,8 Mio. veranschlagt. Um eine weitaus überdimensionierte Infrastruktur zu vermeiden und die Kosten im Griff zu haben wird nicht nur auf eigene Stärke sondern auch – ganz besonders bei der Wassergewinnung – auf Kooperation mit benachbarten Wasserversorgern gebaut. Wasserlieferungsverträge mit Villach und Velden wurden abgeschlossen. Diese Strategie hat sich offenbar gelohnt wie der Abschlussberichte der Benchmarking Stufe B der ÖVGW – an dem sich rund 70 Wasserversorger beteiligt haben – attestiert; er stellt dem Wasserversorgungsverband Faaker-See-Gebiet ein sehr gutes Zeugnis aus. Die (noch) vorhandenen Verbesserungspotenziale werden in Zukunft weiterhin umgesetzt. A propos Tourismus: es wird in den oben zitierten Broschüren behauptet, dass die Wassergüte des Faaker Sees Trinkwasserqualität besitzt. Dies stimmt zwar, aber der türkisblaue See wird nicht herangezogen, um den Durst der Menschen zu löschen!

Technische Daten
Stand: 31. 12. 2013
Versorgungsanlage:
Versorgungsgebiet (Größe) 150,00 km²
Hauptleitungen 152,32 km
Hausanschlussleitungen 79,76 km
Hydranten 306 Stück
Druckunterbrecherschächte 21 Stück
Hochbehälter 11 Stück
Fassungsvermögen 2.460,00
Hausanschlüsse mit Zähler 3.209 Stück
Pumpwerke 9 Stück
Trinkwasserkraftwerk 1 Stück
Tarife:
Wasserbezugsgebühr je m³ ab 1. 7. 2011 1,30 *)
Wasseranschlussbeitrag je BWE 1.800,00 *)
*) einschließlich 10 % MWSt.
Statistik:
Höchster Verbrauch (4.8.2013) 4.708
Niedrigster Verbrauch (19.11.2013 ) 1.167
Wasserabgabe im Jahre 2013 596.535
Höchste Quellschüttung (27.4.2013) 58 l/s
Niedrigste Quellschüttung (10.10.2013) 27 l/s
Anschlussdichte pro km Hauptleitung 20,88
Wasserabgabe pro Anschluss 188,00
**) Summe aller Quellen