Versorgungsgebiet

Das Versorgungsgebiet des Verbandes erstreckt sich zusammengefasst auf ca. 150 km². Die Länge der Versorgungsleitungen beträgt 151 km. Die Nebenleitungen und die Hausanschlussleitungen haben eine Länge von 76 km.
Insgesamt werden über die 3.106 Hausanschlüsse ca. 12.000 Einwohner ständig versorgt. Die jährliche Wasserförderung ist variabel, sehr abhängig von der Witterung und dem Fremdenverkehr; sie betrug im Jahre 2010 insgesamt ca. 673.100 m³, wobei der niedrigste Wasserbedarf 1.2005 m³ und der höchste Wasserbedarf 3.808 m³ pro Tag war. Im Jahresschnitt werden täglich 1.844 m³ gefördert. Für die regelmäßige Wasserverteilung stehen 11 Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 2.460 m³, 5 Pumpwerke und Druckverstärkung sowie 21 Druckreduzieranlagen zur Verfügung.

faakwwplan

Der Verband Faaker-See-Gebiet besteht aus 5 Verbandsgemeinden im Herzen Kärntens zwischen dem Faaker- und dem Wörther See. Dies sind die Stadt Villach sowie die Marktgemeinden Velden am WS., Finkenstein am Faaker-See, Rosegg und St. Jakob i. Rosental. Der Ort Drobollach, in dem auch das Betriebsgebäude des Wasserversorgungsverbandes steht, gehört zur Stadt Villach und liegt am nördlichen Ufer des Faaker See, dem südlichsten Badesee Kärntens. Diese beliebte Urlaubsregion an der Grenze zu Italien und Slowenien wurde schon sehr früh als solche erkannt und von vielen „Besucherwellen“ erfasst. Die ältesten menschlichen Spuren stammen aus der späten Jungsteinzeit (3500 – 1800 v. Chr.). Alle folgenden prähistorischen Epochen sind mit teils sehr bedeutenden Fundstellen vertreten. Aus römischer Zeit (ab 15. v. Chr.) stammen viele Funde. Erst mit der Einwanderung slawischer Stämme um 600 hören die Reste der spätantiken Zivilisation auf zu bestehen. Der „Römerweg“ nahe dem Warmbad Villach gehört zu den wichtigsten Altstraßen, die von Italien in den Ostalpenraum führten. Er wurde schon in urgeschichtlicher Zeit begangen und behielt seine Funktion auch noch in nachrömischer Zeit. Im Zuge der christlichen Missionierung bestimmte Kaiser Karl der Große 811 die Drau zur Diözesangrenze zwischen Salzburg und Aquileja. Im 15. Jahrhundert hinterlassen die Türken eine Welle der Verwüstung. Dreimal (1797, 1805 und 1809) zogen Franzosen durch Kärnten und ab 1809 gehörte ganz Oberkärnten zu den Illyrischen Provinzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Region vom Bahnbau, dem ersten Weltkrieg und von dem darauf folgendem Kärntner Abwehrkampf geprägt. Das erste bedeutende Ergebnis dieser Zeitepoche war der Bau des Karawankentunnels (1901 – 1906). Hunderte Fremdarbeiter, vor allem aus Krain und Italien, kamen in die Ortschaften und beeinflussten durch ihre Wesenart das bisher ruhige Dorfleben. Wirtschaftlich brachten diese Jahre für die gesamte Gegend einen großen Aufschwung. Nach dem Ende des Weltkrieges zerfiel der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn. Am 29. Oktober erklärte der Laibacher Nationalstaat die Regierungsgewalt über alle von Slowenen bewohnten Gebiete der Monarchie und somit über das gemischtsprachige Gebiet Südkärntens. Es kam zum bewaffneten Widerstand gegen das Vordringen der jugoslawischen Verbände. Allen Kämpfern wurde im Jahre 1937 in St. Jakob i. R. ein Denkmal gesetzt. Aber auch vom zweiten Weltkrieg blieb die Region nicht verschont. Mit Kriegsende kamen jugoslawischen Truppen, wenig später erreichten die ersten englischen Truppen die Gegend. Seitdem strömen unaufhörlich viele Besucher Richtung Faaker See, sie sind allerdings viel friedlicher. Der Fremdenverkehr hat seit den 50-er Jahren für die gesamte Region den angestrebten wirtschaftlichen Aufschwung gebracht. Viele Argumente sprechen für dieses Gebiet: Der Faaker See ist klein, aber von besonderer Eigenart – feiner Kalkstaub schenkt ihm sein unverwechselbares Türkisblau. Er ist ein See für Sportler, aber kein lautes Motorboot stört die Erholungssuchenden. Im Hintergrund ragt ein Karawankenberg, der Mittagskogel, und hoch oben thront die Burg Finkenstein, die erstmalig 1142 urkundlich erwähnt wird. Ein Teil des mittelalterlichen Wohnplatzes wurde zu einer Arena umgestalt, welcher im Sommer als Veranstaltungsort mit internationalem Künstleraufgebot regen Anklang findet.

  • Verbandsgebiet: 150 km²
  • Einwohner: ca. 12.000
  • Einwohner in der Hochsaison: ca. 25.000
  • Seehöhe: 555 m
  • höchstes Tagesmittel der Lufttemperatur: 35,8°C
  • niedrigstes Tagesmittel der Lufttemperatur: – 15,8°C
  • Jahresmittel: 10,4 °C
  • Mittlere Sonnscheindauer: 2180 Std.
  • Mittlerer jährlicher Niederschlag: 1314 mm